Ausbildungsrichtlinien und Lerninhalte der Studiengänge D und E

14. 12. 03
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AUSBILDUNGSRICHTLINIEN für die Studiengänge D & E

 

Studiengang D

 

Zum Psychotherapeutenberuf:

 

In Luxemburg gibt es bislang keine gesetzliche Regelung zur beruflichen Ausbildung oder zur Berufsausübung des Psychotherapeuten. Die Gesundheitsleistungen und Behandlungen durch Psychotherapeuten werden deshalb auch noch nicht von der Sozialversicherung oder der Krankenkassenunion übernommen oder zurückerstattet (siehe weiterführend: Nicolay, 2004). Es gibt allerdings einen Europäischen Verband für Psychotherapie (EVP/EAP), der die gesetzlichen Richtlinien der einzelnen Länder, die Ausbildungsrichtlinien und Prozeduren der Ausbildungsinstitute sowie die individuellen Ausbildungsleistungen beurteilt und bei positiver Bewertung anerkennt (www.europsyche.org). Zurzeit (Januar 2005) sind drei Lehranalytiker der LGIPA Inhaber des Europäischen Zertifikats für Psychotherapie (ECP). Die neuen LGIPA-Ausbildungsrichtlinien erfüllen die erwähnten EVP/EAP-Kriterien.

PsychotherapeutInnen diagnostizieren psychische und psychosomatische oder psychophysiologische Störungen bei Menschen mit seelischen Leiden,  Störungen, Verhaltensauffälligkeiten, Behinderungen oder Krankheiten. Sie führen dazu eine Befunderhebung durch und stellen einen Behandlungsplan auf. Daraufhin erfolgt die psychotherapeutische Behandlung mit wissenschaftlich fundierten Methoden im Einzel- und/oder Gruppensetting. Die psychotherapeutische Beratung und/oder Psychoedukation der Bezugspersonen gehört dazu. PsychotherapeutInnen arbeiten zusammen mit anderen Fachkräften (z.B. mit ÄrztInnen, PädagogInnen, Angehörigen anderer Gesundheitsberufe). Ferner nehmen sie Aufgaben im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wahr, die der Verhütung von psychisch bedingten Krankheiten dienen

PsychotherapeutInnen arbeiten in eigenen Praxen, an Krankenhäusern (z.B. Psychiatrieabteilung) oder anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens resp. im Bereich der Gesundheitsförderung, Prävention, Beratung und Krankenbehandlung sowie an Hochschulen oder Instituten. Für die Ausübung ihrer Tätigkeit stehen ihnen geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung; Hausbesuche oder Übungssitzungen in bestimmten Situationen außerhalb dieser Räumlichkeiten sind aber auch möglich.

 

D. EINZEL- UND GRUPPENPSYCHOTHERAPEUT-IN

* 3.750 akademische Ausbildungsstunden in 6 Jahren *

 

Voraussetzung:

Am Luxemburger Hochschulministerium eingetragenes Universitätsdiplom im Bereich der Human-/Erziehungs-/Sozialwissenschaften (siehe Richtlinien des Europäischen Verbands für Psychotherapie) oder Approbation als Arzt.µ

LGIPA-Fachmitgliedschaft; Abschlusszertifikat der LGIPA-Grundausbildung in Klassischer Individualpsychologie (200 Stunden); persönliche Eignung durch bisherige Ausbilder bestätigt; von der Ausbildungskommission ausgestellte Zulassungsbescheinigung zum Aufbaustudiengang D

 

Ziel des Studiengangs:

Erwerb der Befähigung zur selbstständigen Ausübung einer differenziellen Psychotherapie auf der Grundlage der Individualpsychologie und der wissenschaftlichen Psychologie, mit den Methoden der psychodynamischen Psychotherapie sowie den Methoden der Kognitiven und Verhaltens-Therapie im Einzel- und Gruppensetting.

 

Zusatzleistungen (1.400 honorarpflichtige Ausbildungsstunden):

Theorie, Methodik, Methodentraining im Umfang von 600 Stunden (Kosten: 6.600.-)

Analytische Gruppentherapie im Umfang von 100 Stunden (Kosten: 2.200.-)

Individualpsychologische Selbstmanagement-Gruppen-Therapie im Umfang von 50 Stunden (Kosten 1.100.-)

Einzelanalyse 350 Stunden, je zur Hälfte in Einzelsitzungen und Kleingruppensitzungen (Kosten: 14.350 + 3.850 = 18.200.-)

Supervision und Kontrollfallseminar: 300 Stunden (Kosten: 6.600.-) über mindestens 600 Behandlungsstunden
Abschlussarbeit über eine supervidierte / kontrollierte Falldarstellung (Einzel- oder Gruppensetting) sowie Prüfungsgespräch (Kosten: 280.-)

Eigenleistungen des Kandidaten (2.150 Ausbildungsstunden):

Klinisch-psychodiagnostisches und psychotherapeutisches Praktikum von 1.200 Stunden, davon 100 Stunden in IPG-Gruppen, Beteiligung an Diagnose und Therapie von 30 „psychiatrischen“ Patienten, 600 Behandlungsstunden unter Supervision.

Vor-/Nachbereitung (Themenzentrierte Aufarbeitung, Referate, Thesenpapiere) und Prüfungsvorbereitung im Umfang von 300 Stunden (Einzelarbeit, Peergruppenarbeit, „Tutoring“);

Vor-/Nachbereitung der Therapiestunden, Therapiedokumentation und Evaluation im Umfang von 500 Stunden (Tutoringsystem);

Vor-/Nachbereitung der Supervision im  Umfang von 150 Stunden.

 

Die Anerkennung von Studienleistungen oder individuelle Sonderregelungen, je nach Grundberuf, akademischen Vorleistungen und akademischem Grad, z.B. für den Schwerpunktstudiengang „Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie“ im Einzel- und Gruppensetting einschließlich Familientherapie werden in Absprache mit der Ausbildungs- und Lehranalytikerkommission getroffen.

 

Gesamtkosten: unter 35.000.-€ (ohne Literatur und Testmaterial); die Honorarsätze gelten vom 01.01.2005 bis zum 31.12.2010

 

Abschlusszertifikat: nach erfolgreichem Abschluss und insgesamt 6 Studienjahren

 

LGIPA-Fachmitgliedschaft D   

 

LERNINHALTE DES PSYCHOTHERAPIE-STUDIENGANGS (A & D):

 

LERNINHALTE DES GRUNDSTUDIUMS (200 Stdn) IN KLASSISCHER INDIVIDUALPSYCHOLOGIE (A)

 

Teil 1: GRUNDBEGRIFFE DER INDIVIDUALPSYCHOLOGIE

A01: Minderwertigkeitsgefühl und Kompensation; Finalität; Gemeinschaftsgefühl;

        Lebensaufgaben; Einheit der Persönlichkeit; tendenziöse Apperzeption &   

        private Logik; Unbewusstsein; Lebensstil; Familienkonstellation; Ermutigung;

        Aufgabenorientierung

A02: Grundlagen der tiefenpsychologischen Charakterologie: Charaktertypen;  

        Sachlichkeit vs. Ich-Haftigkeit; Hierarchie und menschliche Gleichwertigkeit

A03: Adlers Neurosenlehre: Die Dynamische Einheit seelischer Störungen

A04: Erste Kritik der Freudschen Theorie

 

Teil 2: ENTWICKLUNG DER INDIVIDUALPSYCHOLOGIE

A05: Die theoretische Entwicklung im Werk Alfred Adlers

A06: Individualpsychologie als Soziale Charakterologie; Menschenbild der IP

A07: Geschichte der Individualpsychologie von Alfred Adler bis zur Gegenwart

A08: Überblick: Praktische und theoretische Anwendungen der Individualpsychologie in unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbereichen

 

Teil 3: STANDORT DER INDIVIDUALPSYCHOLOGIE IN DEN HUMANWISSENSCHAFTEN

A09: Kritik des Reduktionismus (Biologismus, Historismus, Psychologismus, Soziologismus)

A10: Religion,  Philosophie und Individualpsychologie

A11: Klassische Individualpsychologie und Erkenntnisstand der Klinischen und Gesundheitspsychologie, der Psychotherapieforschung und der Psychiatrie

A12: Motive und Werte in der Psychologie; Vergleich und Begegnung psychotherapeutischer Schulen 

 

Teil 4: PRAKTISCHE ANWENDUNG: VERSTEHEN UND ERMUTIGEN ALS HALTUNG UND METHODE

A13: Erfassung und Verständnis des Lebensstils, der Persönlichkeitsdynamik (IP- Methoden)

A14: Die helfende Beziehung in Erziehung, Heilpädagogik, Beratung, Therapie

A15: Individualpsychologie in Familie, Kindergarten, Schule und Heim, im Krankenhaus, im Berufsleben und im Betrieb, in Fort- und Weiterbildung, in Politik und Gesellschaft

A16: Gesundheitsförderung, Störungsprävention, Beratung, Behandlung und Rehabilitation

 

Teil 5: SELBSTERFAHRUNG, SELBSTREFLEXION, PERSÖNLICHKEITSENTFALTUNG & METHODENTRAINING IN DER GRUPPE (Integrierter Praxisteil)

Das Erlernen des psychologischen Interventionssystems der Klassischen Individualpsychologie ist stets begleitet von praktischen Übungen zum persönlichen Erfahrungsgewinn und zur Erprobung der IP-Methoden.

 

LERNINHALTE DES AUFBAUSTUDIENGANGS (D)

 

I. GRUNDLAGEN EINER WISSENSCHAFTLICHEN PSYCHOTHERAPIE MIT KINDERN, JUGENDLICHEN UND ERWACHSENEN

(150 Stunden)

 

Teil 1: PSYCHOLOGISCHE & BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN

CD01: Pädagogisch-psychologische Grundlagen

CD02: Entwicklungspsychologische Grundlagen

CD03: Sozialpsychologische Grundlagen

CD04: Persönlichkeitspsychologische Grundlagen

CD05: Biologische und neuropsychologische Grundlagen

CD06: Klinisch-psychologische Grundlagen

CD07: Pathopsychologie und Entwicklungspsychopathologie

CD08: Testpsychologische Grundlagen

N.B.:  Inhaber des Master-, Diplom- oder Doktor-Grades in Psychologie sind vom Besuch der Veranstaltungen dieses Teils freigestellt. Diplom- Pädagogen und Diplom-Sozialpädagogen sowie akademische  Sonderpädagogen sind von den  Veranstaltungen CD01-CD03 freigestellt.

Die Inhalte gelten als erworben.

 

Teil 2: ENTSTEHUNG, AUFRECHTERHALTUNG UND VERLAUF PSYCHISCHER STÖRUNGEN UND PSYCHISCH MITBEDINGTER KRANKHEITEN

CD09: Lern- und Verhaltenspsychologische Krankheitslehre

CD10: Psychoanalytische und tiefenpsychologische Krankheitslehre(n)

CD11: Psychosomatische Krankheitslehre: Verhaltensmedizinisches Modell

CD12: Psychosomatische Krankheitslehre: Psychodynamische Modelle

 

Teil 3: KLINISCHE DIAGNOSTIK,  TESTDIAGNOSTIK, DIFFERENZIALDIAGNOSTIK, INDIKATIONSSTELLUNG

D13:  Verbindliche Klassifikationssysteme:  ICD, DSM, OPD

D14:  Klinisch-psychologische Diagnostik

N.B.:  Klinische Psychologen sind vom Besuch der Veranstaltungen dieses Teils freigestellt. Die Inhalte gelten als erworben.

 

Teil 4: PSYCHISCHE STÖRUNGEN IM KINDES- UND JUGENDALTER 

CD15: Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen

CD16: Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen

CD17: Psychodynamische Therapie bei Kindern und Jugendlichen

N.B.:   Klinische Pädagogen sind  vom Besuch der Veranstaltungen dieses Teils freigestellt. Die Inhalte gelten als erworben.

 

Teil 5: INTRA- UND INTERPERSONELLE ASPEKTE PSYCHISCHER UND PSYCHISCH MITBEDINGTER STÖRUNGEN IN PAARBEZIEHUNGEN, FAMILIEN UND GRUPPEN

CD18: Rahmenbedingungen von Partnerschaft und Familie,  Modelle interpersoneller Störungen, Paar- und Familientherapie

CD19: Psychotherapie in Gruppen: psychodynamisch und verhaltenstherapeutisch

 

Teil 6: GESUNDHEITSPSYCHOLOGIE UND PRÄVENTION; SONDERERZIEHUNG/HEILPÄDAGOGIK UND REHABILITATION

CD20: Gesundheitspsychologie

CD21: Gesundheitsförderung und Prävention

CD22: Sondererziehung und Heilpädagogik

CD23: Rehabilitation

N.B.:   Gesundheits- und Rehabilitationspsychologen sowie Heil- und Sonderpädagogen sind vom Besuch der Veranstaltungen dieses Teils freigestellt. Die Inhalte gelten als erworben.

 

Teil 7: MEDIZINISCHE UND PHARMAKOLOGISCHE GRUNDLAGEN FÜR DIE PSYCHOTHERAPEUTISCHE PRAXIS

CD24: Erste Hilfe in der Praxis

CD25: Medizinische Grundlagen

D26: Pharmakologische Grundlagen

N.B.:   Mediziner sind vom Besuch der Veranstaltungen dieses Teils freigestellt. Die Inhalte gelten als erworben.

 

Teil 8: DOKUMENTATION UND EVALUATION PSYCHOTHERAPEUTISCHER BEHANDLUNGSVERLÄUFE

D32:  Dokumentation und Evaluation; Gutachtenerstellung

D33:  Psychotherapieforschung; Wirkforschung

D34:  Grenzen und Nebenwirkungen der Psychotherapie

 

Teil 9: BERUFSETHIK,  BERUFSRECHT, VERSORGUNGSSYSTEME, ORGANISATIONSSTRUKTUREN,  KOOPERATION MIT ANDEREN BERUFSGRUPPEN

CD35: Berufsethik, Beschwerden- und Schlichtungskommission

D36:   Medizinische und psychosoziale Versorgungssysteme

D37:   Psychotherapie in der niedergelassenen Praxis

D38:   Psychotherapie im stationären Bereich

D39:   Kooperation mit der Krankenkassenunion, den Kranken- und Sozialversicherungsanstalten und anderen Berufsgruppen

 

Teil 10: KONSISTENZTHEORIE

D56:   Neuropsychotherapie, Allgemeine und Differenzielle Psychologische Therapie auf der Basis der Konsistenztheorie seelischer Gesundheit

 

II. GRUNDLAGEN  EINER DIFFERENZIELLEN PSYCHOTHERAPIE (250 Stunden)

 

Teil 11: ALLGEMEINE PSYCHODYNAMISCHE INTERVENTION

D57:  Theorie und Praxis der psychodynamischen Diagnostik, Indikationsstellung und Therapieplanungµ

D58:  Zur therapeutischen Beziehung in der Psychotherapie

D59:  Rahmenbedingungen; Setting; Einleitung und Beendigung

D60:  Behandlungskonzepte und Techniken

 

Teil 12: STÖRUNGSSPEZIFISCHE PSYCHODYNAMISCHE INTERVENTION

D61:  bei psychischen Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen

D62:  bei schizophrenen Störungen

D63:  bei Depressionen

D64:  bei Angststörungen

D65:  Bei Zwangsstörungen

D66:  bei posttraumatischen und akuten Belastungsstörungen

D67:  bei somatoformen Störungen

D68:  bei Essstörungen und Adipositas

D69:  bei sexuellen Funktionsstörungen,  Paraphilien und Störungen der Geschlechtsidentität

D70:  bei Patienten mit körperlichen Erkrankungen

D71:  bei Persönlichkeitsstörungen

 

Teil 13: PSYCHODYNAMISCHE THERAPIE IN BESONDEREN SETTINGS UND MIT BESONDEREN PATIENTENGRUPPEN

D72:  Krisenintervention:  Theorie und Technik

D73:  Kurz- und Fokaltherapie

D74:  Spieltherapie; Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie

D75:  Paartherapie (integrativ: psychodynamisch-systemisch)

D76:  Familientherapie: (integrativ: psychodynamisch-systemisch)

D77:  Gruppenpsychotherapeutische Verfahren£

D78:  Analytisches Psychodrama

 

Teil 14: ALLGEMEINE VERHALTENSTHERAPEUTISCHE INTERVENTION

D80:  Verhaltenstherapeutische Diagnostik

D81:  Fallkonzeption des Individuums und der Familie

D82:  Rahmenbedingungen; Setting; Einleitung und Beendigung

D83:  Motivation und Beziehung im Therapieprozess; Entscheidungsprozesse des Therapeuten

 

Teil 15: BEHANDLUNGSKONZEPTE UND TECHNIKEN

D84:  Gesprächsführung in der Verhaltenstherapie

D85:  Prozessuale und inhaltliche Therapiestrategien

D86:  Verhaltenstherapeutische Interventionen/Methoden

D87:  Biofeedback

 

Teil 16: STÖRUNGSSPEZIFISCHE VERHALTENSTHERAPEUTISCHE INTERVENTIONEN

D88:  bei Demenz und anderen organisch bedingten psychischen Störungen des höheren Lebensalters

D89:  im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen: Alkohol,  Drogen, Medikamente

D90:  bei schizophrenen und verwandten Störungen

D91:  bei depressiven und bipolar-affektiven Störungen

D92:  bei Angst- und Zwangsstörungen: Panikstörungen und Agoraphobie, Spezifische Phobien, Soziale Phobie, Generalisierte Angststörung, Zwangsstörung

D93:  bei Posttraumatischer und akuter Belastungsstörung

D94:  bei somatoformen und dissoziativen Störungen: Somatoforme Störungen, Körperdysmorphe Störungen, Dissoziative Störungen

D95:  bei Essstörungen

D96:  bei sexuellen Funktionsstörungen

D97:  bei Patienten mit medizinischen  Krankheitsfaktoren: Schmerzstörung; neurologische, kardiovaskuläre, gastrointestinale Erkrankungen; Hauterkrankungen; HNO-Erkrankungen; gynäkologische Probleme

D98:  bei Persönlichkeitsstörungen

D99:  bei anderen psychotherapeutisch relevanten Störungsbildern, z.B. bei Schlafstörungen.

 

Teil 17: VERHALTENSTHERAPIE IN BESONDEREN SETTINGS UND MIT BESONDEREN PATIENTENGRUPPEN

D100:  Krisenintervention

D101:  Therapie mit Paaren

D102:  Gruppentherapie

D103:  Kinder- und Jugendlichentherapie

 

Teil 18: PERSÖNLICHKEITS-, STÖRUNGS- UND PROZESSORIENTIERTE METHODENINTEGRATION

D104:  Differenzielle Psychotherapie; Wirksamkeit der Methoden und ihrer Kombination

D105:  Indikationsstellungen für eine methodenintegrative Vorgehensweise; Planung, Prozesse;  Ressourcen aktivierende, bewältigungsorientierte und Bewusstsein schaffende Interventionen in Transaktion

D106:  Differenzielle Interaktions- und Beziehungsgestaltung

 

HINWEIS:

Das Bezahlen der jeweiligen Ausbildungs-Gebühren berechtigt nicht zum Erhalt des Diploms, Zertifikats, Titels. Allein das erfolgreiche Absolvieren der geforderten Studien- und Prüfungsleistungen sowie die schriftliche Empfehlung der Ausbildungs- und Lehranalytikerkommission führen zur Aushändigung des Diploms und der Übertragung aller Rechte und Pflichten eines LGIPA-Fachmitglieds.

 

Ausbildungssprachen, wenn nicht anders vermerkt: L & D

 

Studiengang E

 

PSYCHOANALYTIKER(IN)

 

* Insgesamt über 4.300 akademische Ausbildungsstunden in wenigstens 8 Jahren *

 

Voraussetzung: Abschlusszertifikat als Einzel- und Gruppenpsychotherapeut der LGIPA (für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene) oder Abschlusszertifikat eines von der LGIPA anerkannten Instituts.

 

Ziel des Studiengangs: Erwerb der Befähigung zur selbstständigen psychoanalytischen Psychotherapie im Einzel- und Gruppensetting auf der Grundlage der Adlerianischen oder Freien Psychoanalyse, einer Erneuerten Psychoanalyse und Selbstpsychologie sowie unter Einbezug von Ergebnissen der rezenten Forschung.

 

Zusatzleistungen:           

Mitarbeit in der Studiengruppe „Freie und Erneuerte Psychoanalyse“ über 200 Stunden; Auseinandersetzung mit der rezenten Literatur und rezenten Entwicklungen, nachgewiesen durch Forschungsberichte, Vorträge und Veröffentlichungen; insgesamt ab 800 Sunden Theorie-/Methodikseminare (individual-psychologische, psychoanalytische oder selbstpsychologische Symposien und Kongresse werden angerechnet)

Einzelpsychoanalyse im „klassischen Setting“ ab 180 Stunden in Absprache mit dem Lehranalytiker (ab 550 im Total)

Ko-Analytiker im Rahmen analytischer Gruppenpsychotherapie im Umfang von 100 Stunden; die dokumentierten Sitzungen können als Basis für die Abschlussarbeit dienen

Supervision/Kontrollanalyse im Kontrollfallseminar oder in Einzelsitzungen ab 80 Stunden in Absprache mit dem Kontrollanalytiker; wenigstens eine große Einzel-Psychoanalyse muss ausführlich dokumentiert werden und kann als Basis für die Abschlussarbeit dienen

Kolloquium im Kontrollfallseminar und schriftliche Forschungsarbeit

Zusätzliche Kosten: ab etwa 20.000.- €, je nach Absprache mit den Lehr- und Kontrollanalytikern

Abschlusszertifikat: auf Empfehlung der Lehr- und Kontrollanalytiker nach insgesamt wenigstens 8 Studienjahren; der Schwerpunkt kann auch auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien gelegt werden.

LGIPA-Fachmitgliedschaft E (gilt als Voraussetzung zum „LGIPA-Lehranalytiker“)

Lerninhalte:                       

Rezente individualpsychologische, psychoanalytische und selbstpsychologische Literatur zur Theorie, Methodik und differenziellen Intervention bei bestimmten Störungsbildern sowie zur prozessorientierten Therapieforschung.